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Das Modellerzgebirge zieht um – oder „Irgendwo im Erzgebirge“ 2.0 Teil 1

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Anfang Dezember 2021 gab es eine große Veränderung für meine Anlage „Irgendwo im Erzgebirge“ – im Prinzip die Version 2.0.

Keine Angst, es ging nicht darum alles neu zu bauen. Die Anlage stand seit ihrem Beginn in einem separaten Raum, welcher sich allerdings in einem anderen Stadtteil befindet. Nun, nachdem alle Kinder ausgezogen sind, ergab sich die Möglichkeit, ein eigenes Bahnzimmer in der Wohnung beziehen zu können. Meine Freude darüber war natürlich groß, auch wenn das Projekt gewisse Hürden aufstellt. Hauptproblem: die Anlage passte in ihrer bisherigen Gestalt nicht in den neuen Raum. Hier zur Erinnerung die Ausgangslage:

 

Die Anlage im alten Raum.

Hier der bisherige Gleisplan.

Der neue Raum, noch leer.

Die Herausforderung war nun, alle Module unterzubringen, obwohl sie in der bisherigen Form keinen Platz haben. Nach vielen Ideen und verworfenen Plänen kristallisierte  sich eine sehr außergewöhnliche Idee heraus, zumindest für europäische, insbesondere deutsche Verhältnisse: ein sogenanntes Multi-Deck-Layout. Solche Anlagenformen sind vor allem in den USA sehr beliebt. Dabei wird die Anlage über mehrere Ebenen aufgebaut. In den USA sind Anlagen sogar mit drei Ebenen keine Seltenheit : Klick

Die Anlage als Multi-Deck-Layout zu gestalten hat Vor- und Nachteile. Hauptvorteil ist natürlich der geringere Platzbedarf. Der Hauptnachteil ist, dass die Anlage nicht mehr die bisherige Flexibilität einer Modulanlage hat. Nachdem alles geplant war, mußte die Anlage demontiert und transportiert werden:

Hier „versandfertig“ im alten Raum.

Im neuen Domizil gerade angekommen.

Danach erfolgte der Um- und Aufbau der Anlagenteile. Der alte Fiddle Yard konnte leider nicht mehr verwendet werden. Er wurde durch einen neuen Fiddle Yard ersetzt. Weiteres wichtiges neues Bauteil ist eine eingleisige Gleiswendel, die beide Ebenen verbindet. Die obere Ebene auf +130cm bildet der Bahnhof Kleinhartmannsdorf mit der Einfahrt. Die untere Ebene besteht aus zwei voneinander getrennten Szenen, dem Viadukt und dem Bahnhof Grünhain-Bernsdorf. Von der Bahnhofsausfahrt Kleinhartmannsdorf sinkt die Strecke über die Gleiswendel auf +80cm ab, um dann über das Viadukt den Bahnhof Grünhain-Bernsdorf zu erreichen. Von dort geht es in den neuen Fiddle Yard. Dies ist im Prinzip so wie bisher, nur die Fahrtrichtung ist jetzt andersherum. Hier der Stand des Aufbaus Ende Dezember 2022 :

Links die neugebaute Anbindung zur Gleiswendel. Rechts unten die Ausfahrt zum neuen Fiddle Yard. Die untere Ebene hat bereits ihre neue Beleuchtung erhalten.

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